Bienen

Bienen sind allgegenwertig und wichtig für uns Menschen. Dennoch wissen wir recht wenig über diese kleinen Geschöpfe. Wie viele Bienen leben in einen Bienenstock? Was kann ich persönlich gegen das Bienensterben tun? Was machen Bienen eigentlich im Winter?  – Hier geben wir Antworten auf häufig gestellt Fragen.

FAQ - häufige Fragen rund um die Bienen

Wieviele Bienen leben in einem Bienenstock?

Etwa 5.000 bis 40.000 Honigbienen leben als Bienenvolk in einem Bienenstock zusammen. Damit bei so vielen Einwohnern kein Chaos entsteht, muss jede Biene genau wissen, was sie zu tun hat. Dafür gibt es drei „Bienenberufe“: Arbeiterin, Drohne und Königin.  Die Arbeitsbienen haben unterschiedlichen Aufgaben, Brutpflege, Instandhaltung des Stocks und Nahrungsbeschaffung. Arbeiterinnen sind normalerweise unfruchtbar, sodass die Fortpflanzung ausschließlich der Königin und den Drohnen überlassen ist.

Was kann jeder von uns für Bienen tun?

Jeder Garten kann ein Paradies für Insekten sein. Es gibt unzählige Gestaltungsmöglichkeiten, die eine Vielzahl von nützlichen Insekten in den Garten oder auf den Balkon locken. Dazu gehören unterschiedliche Zier- und Kulturpflanzen, Gartenteiche oder geschützte Plätze, wie Insektenhotels, Totholz oder Natursteinmauern.

Wie alt wird eine Biene?

Das Leben einer Arbeiterin in einem Bienenstaat ist nicht von allzu langer Dauer geprägt – die Sommerbiene bringt es auf etwa 3 bis 6 Wochen, die Winterbiene kann bis zu neun Monate alt werden. Königinnen leben bis zu 5 Jahre.

Wieviel Honig bleibt der Biene?

Wir entnehmen nach der Blühtezeit der Sonnenblume das letzte mal im Bienenjahr den Honig. Honig der bis dahin nicht verdeckelt wurde und alles was danach noch gesammelt wird, bleibt den Bienen. 

Wieviele Königinnen leben im Bienenstock?

In jedem Bienenstock lebt es nur eine einzige Königin. Sie ist die einzige Biene die Eier legt und ist somit für den Fortbestehen der Bienen verantwortlich. Genau wie Arbeiterinnen schlüpfen junge Königinnen aus befruchteten Eiern. Als Larve wird sie – anders als eine normale Biene – mit Gelee royale gefüttert. Etwa zwei Wochen nach dem Schlüpfen verlassen die jungen Königinnen den Stock und werden auf ihre „Hochzeitsflüge“ von Drohnen begattet. Dabei paaren sie sich mit fremden Bienenmännchen. So gelangt neues Erbgut in ein Bienenvolk. Zurück im Bienenstock beginnt die Königin mit der Eiablage, etwa bis zu 2000 Eier pro Tag!

Warum schwärmen Bienen?

Ein Volk zieht neue Könniginnen heran, wenn die alte Königin alt geworden ist oder auch wenn das Volk zu wenig Platz hat und sich teilen möchte. In der Schwarmzeit fliegt etwa die Hälfte der Bienen zusammen mit der alten Königin als Schwarm los und an einem anderen Ort ein neues Bienenvolk zu gründen. 

Wie weit fliegen Bienen?

Honigbienen suchen ihre Nahrung in einem Umkreis von 3 bis 4 km um ihren Stock herum. Auf den Menschen übertragen hieße dies, für die Nahrungsbeschaffung rund 2.500 km zu reisen. Bienen gelten weltweit als einer der wichtigsten Bestäuber unserer Pflanzen. Hierbei vollbringen sie wahre Meisterleistungen: So müssen sie zum Beispiel rund 2 Millionen Blüten anfliegen, um ein halbes Kilogramm Honig zu produzieren. Und das bei einer Lebensdauer von nur 3 bis 6 Wochen im Sommer! Neben Bienen sind auch Wespen, Käfer, bestimmte Vogelarten und Fledermäuse wichtige Bestäuber.

Was machen Bienen im Winter?

Im Winter gilt bei den Honigbienen: gemeinsam gegen die Kälte. Die Tiere ballen sich im Stock zu einer großen Kugel zusammen, der sogenannten Wintertraube. Sie wärmen sich gegenseitig, indem sie ihre Flugmuskulatur zittern lassen. So halten sie eine wohlig warme Temperatur von etwa 20 bis 22 Grad Celsius aufrecht. Über die Kugelform verlieren sie sehr viel weniger Wärme, als würden sie sich in einer Quader- oder Zylinderform sammeln, denn die Kugel hat von allen Formen im Verhältnis zum Volumen die kleinste Oberfläche. Wichtig ist, dass die Bienen gesund und ausreichend stark sind. Denn schwache Kolonien haben im Winter schlechtere Überlebenschancen. Die Imker müssen deswegen schon im Herbst den Zustand der Völker (Varroa-Befall, Volksstärke) prüfen.

Bienen und Insekten lieben...

  • Blumen, die reich an Nektar und Pollen und an die örtlichen Klimabedingungen angepasst sind.
  • lange Blütezeiten! Trachtfreie Zeiten im Sommer bringen Bienen in Bedrängnis.
  • Nistplätze , geschützte Flächen und Totholz.
  • Unordnung! Laub unter den Sträuchern, Äste die unter den Bäumen nicht weggeräumt werden und kleine Steinhaufen am Rand eines Weges sind ideale Verstecke für Wildbienen, Marienkäfer und Raupen.
  • Windling ist neben Schneeglöckchen, Leberblümchen und Anemonen die wichtigste Pollen-Lieferanten für Bienen. 

Wir leben hier in einer Gegend die für Bienen einiges zu bieten hat. Je nach Witterung schleudern wir auch sortenreine Honige. Dazu zählen Akazie, Raps oder Sonnenblume. Für Kastanie oder Linde gib es leider zu wenig Baumbestände. Diese Sorten sind aber im Blütenhonig enthalten.

“Ich sitze gerne bei meinen Bienenstöcken und schaue ihnen beim Honigsammeln zu."

Unser Garten ist voll mit wunderbaren Blumen von denen auch unserer Bienen etwas haben. Besonders Kräuter wie Lavendel oder Salbei helfen den Bienen auch zwischen den Haupttrachtzeiten und sorgen für geschmackvollen Honig.
Elisabeth Reich
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